Geliebte Clara - der Film
Über den Film
Für Johannes Brahms und Robert Schumann war sie der Mittelpunkt der Welt: Clara Schumann. Im Jahr 1850 ist die berühmte Pianistin und Komponistin Clara Schumann (Martina Gedeck) mit ihrem Mann Robert Schumann (Pascal Greggory) und ihren Kindern auf dem Weg nach Düsseldorf. Nach vielen anstrengenden Jahren auf Tournee will Robert dort eine feste Stelle als städtischer Musikdirektor antreten. Doch nach ihrem letzten Konzert in Hamburg lernt Clara den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms (Malik Zidi) kennen, dessen Talent auch ihren Mann begeistert. Aber Brahms ist nicht nur Claras Virtuosität am Klavier verfallen … Musik, Liebe, Eifersucht, Drama: Die Lebensgeschichte der Clara Schumann ist schon an sich "großes Kino". Regisseurin und Drehbuchautorin Helma Sanders-Brahms (Deutschland bleiche Mutter), selbst Nachfahrin von Johannes Brahms, erweckt diese Geschichte nun zu fulminantem Leben auf der großen Leinwand. In der Hauptrolle beeindruckt Martina Gedeck (Der Baader Meinhof Komplex). Pascal Greggory (La Vie en Rose) und Malik Zidi (Tropfen auf heiße Steine) spielen die zwei wichtigsten Männer ihres Lebens: Robert Schumann und Johannes Brahms.Vor der Kamera
Martina Gedeckals Clara Schumann
Martina Gedeck absolvierte ihre Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar der Universität der Künste in Berlin. Sie spielte an verschiedenen deutschen Bühnen, u.a. am Schauspielhaus Hamburg, am Theater am Turm in Frankfurt am Main und an den Kammerspielen in Hamburg. Gleichzeitig begann sie, Filme zu drehen. Ihr filmisches Schaffen umfasst Filme wie Bella Martha (2002), Elementarteilchen (2005) und Das Leben der Anderen, der 2007 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Auf der Bühne überzeugte sie zuletzt als Minna von Barnhelm am Deutschen Theater Berlin. Martina Gedeck wurde mit zahlreichen bedeutenden Film- und Fernsehpreisen geehrt und war außerdem 2006 Jurymitglied bei den Berliner Filmfestspielen. Bereits 2006 hat sie sich intensiv mit Clara Schumann beschäftigt: In dem Hörbuch "Songs and Letters" liest sie zusammen mit dem Schauspieler Sebastian Koch abwechselnd aus Briefen und Tagebüchern von Robert und Clara Schumann. Trotz ihres vielfältigen Rollenportfolios ist Clara die erste historische Figur, die Martina Gedeck im deutschen Film und Fernsehen verkörpert.
FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2008 Tris di Donne, Regie: Vincenzo Terracciano
2007 Der Baader Meinhof Komplex, Regie: Ulrich Edel
Meine schöne Bescherung, Regie: Vanessa Jopp
2006 Aus dem Nest gefallen, Regie: Christoph Stark
2005 Mein bester Freund (Un ami parfait), Regie: Francis Girod
Der gute Hirte (The good shepard), Regie: Robert de Niro
Sommer 04, Regie: Stephan Krohmer
Elementarteilchen, Regie: Oskar Röhler
2004 Das Leben der Anderen, Regie: Florian Henckel v. Donnersmarck
2003 Der Stich des Skorpion, Regie: Stefan Wagner
Hunger auf Leben, Regie: Markus Imboden
2002 Bella Martha, Regie: Sandra Nettelbeck
Ins Leben zurück, Regie: Markus Imboden
2001 Verlorenes Land, Regie: Jo Baier
2000 Oh Palmenbaum, Regie: Xaver Schwarzenberger
Romeo, Regie: Hermine Huntgeburth
1999 Scheidung auf Amerikanisch, Regie: Sherry Hormann
1998 Alles Bob, Regie: Otto Alexander Jahrreiss
Grüße aus der grünen Wüste, Regie: Anno Saul
Deine besten Jahre, Regie: Dominik Graf
1997 Frau Rettich, die Czerni und ich, Regie: Markus Imboden
1997/ 98 Der Laden, Regie: Jo Baier
Bella Block, Regie: Markus Imboden
1996 Das Leben ist eine Baustelle, Regie: Wolfgang Becker
Rossini, Regie: Helmut Dietl
Der Neffe, Regie: Gabriela Zerhau
1995 Stadtgespräch, Regie: Rainer Kaufmann
Der schönste Tag im Leben, Regie: Jo Baier
1994 Die Hölleisengretl, Regie: Jo Baier
1992 Krücke, Regie: Jörg Grünler
THEATER
2008 Salzburger Festspiele / Schauspielhaus Hamburg: Harper Regan
2005 Deutsches Theater Berlin: Minna von Barnhelm
1993 Schauspielhaus Hamburg / Salzburger Festspiele: Das stille Kind
Schauspiel Frankfurt am Main: Sieben gegen Theben
Kammerspiele Hamburg: Der Reigen
1990 - 1998 Kampnagel Hamburg: Heimatabend - Schamlos
1989 Theater am Kurfürstendamm, Berlin: Hereinspaziert, die Tür ist zu
1987 - 1988 Schauspielhaus Basel: Die Unvernünftigen sterben aus
1986 - 1987 Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Der Geizige, Reineke Fuchs
1984 / 1988 Theater am Turm, Frankfurt/ Main: Aschenkinder, Die Möwe
AUSZEICHNUNGEN
2008 Bayerischer Filmpreis für Schöne Bescherung (Beste Hauptrolle)
2007 Academy Award Oscar Das Leben der Anderen (Bester ausländischer Film)
Europäischer Filmpreis, Nominierung Das Leben der Anderen
Silberner Bär, Ensemblepreis Der Gute Hirte, Nastro d'Argento, Bayerischer Verdienstorden
2006 Diva Award, Hall of Fame, German Award
2005 Preis der Italienischen Filmkritik
2004 Deutscher Fernsehpreis Hunger auf Leben
2003 Goldene Kamera Bella Martha, Preis der Deutschen Filmkritik Bella Martha
2002 Europäischer Filmpreis, Nominierung Deutscher Filmpreis, Festival du film d'amour Mons/
Belgien für Bella Martha, Grimme Preis Romeo
2001 Sonderpreis Baden-Baden Romeo
2000 Bayerischer Fernsehpreis Deine besten Jahre
1999 Bayerischer Filmpreis Grüße aus der grünen Wüste
1998 Grimme Preis "Der Neffe" und "Bella Block"
Der goldene Löwe für "Bella Block"
1997 Deutscher Filmpreis Rossini und Das Leben ist eine Baustelle,
TeleStar "Die Kriminalpsychologin" und "Der Neffe"
1994 Bayerischer Fernsehpreis "Die Hölleisengretl"
1993 Grimme Preis "Nur eine kleine Affäre"
2006 Jurymitglied bei der Berlinale (Internationale Filmfestspiele Berlin)
Martina Gedeck ist Mitglied der Europäischen Filmakademie, der Deutschen Filmakademie und Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.
Pascal Greggory
als Robert Schumann
Der französische Film- und Theaterschauspieler wurde 1954 in Paris geboren. Er gehörte als Zwölfjähriger dem Chor der Opéra an und absolvierte die Schauspielschule Pérmony, bevor er 1975 in der dramatischen Komödie Doktor Françoise Gailland debütierte und als Sohn von Klaus Kinski im Erotikfilm Madame Claude und ihre Gazellen (Madame Claude, 1977) zu sehen war. Heute zählt er zu den wohl wandlungsfähigsten und ausdrucksstärksten Charakterdarstellern Frankreichs. Für Man liebt es unentschieden (La confusion des gendres, 2000) und Wer mich liebt, nimmt den Zug (1998) wurde er zwei Mal für den César nominiert und 2000 in Puchon für die dramatische Komödie Why Get Married the Day the World Ends? (Pourquoi se marier le jour de la fin du monde?, 2000) als Bester Darsteller ausgezeichnet.
FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2008 Diese Nacht (Nuit de Chien), Regie: Werner Schroeter
2007 La France, Regie: Serge Bozon
La vie en rose (La Môme), Regie: Olivier Dahan
2006 Das Mädchen, das die Seiten umblättert (La Tourneuse de pages), Regie: Denis Dercourt
Forgive Me (Pardonnez-moi), Regie: Maïwenn Le Besco
2005 Gabrielle - Liebe meines Lebens (Gabrielle), Regie: Patrice Chérau
2004 Arsène Lupin, Regie: Jean-Paul Salome
2003 Raja, Regie: Jacques Doillon
2002 Das tödliche Wespennest (Nid de guêpes), Regie: Florent Emilio Siri
Ghost River (La vie promise), Regie: Olivier Dahan
2001 Why get Married the Day the World Ends? (Pourquoi se marier le jour de la fin du monde), Regie: Harry Cleven
24 Stunden aus dem Leben einer Frau, Regie: Laurent Bouhnik
2000 Die Treue der Frauen (La Fidelité), Regie: Andrzej Zulawski
Man liebt es unentschieden (La confusion des gendres), Regie: Ilan Duran Cohen
1999 Johanna von Orleans (The Messenger: The Story of Joan of Arc), Regie: Luc Besson
Die wiedergefundene Zeit (Les temps retrouvé), Regie: Raoul Ruiz
Un ange, Regie: Miguel Courtois
1998 Wer mich liebt, nimmt den Zug (Ceux qui m'aiment prendront le train), Regie: Patrice Chéreau
Knastbrüder (Zonzon), Regie: Laurent Bouhnik
1997 Lucie Aubrac, Regie: Claude Berri
1994 Die Bartholomäusnacht (La reine Margot), Regie: Patrice Chéreau
1993 The Thirst for Gold (La soif d'or), Regie: Gérard Oury
Der Baum, der Bürgermeister und die Mediathek (L' arbre, le maire et la médiathèque), Regie: Eric Rohmer
1983 Pauline am Strand (Pauline à la Plage), Regie: Eric Rohmer
1992 Le Temps et la Chambre, Regie: Patrice CHEREAU
1982 Die schöne Hochzeit (Le Beau Mariage), Regie: Eric ROHMER
1979 Die Schwestern Bronte (Les soeurs Brontë), Regie: André Téchiné
Malik Zidi
als Johannes Brahms
1975 in Frankreich geboren, zählt Malik Zidi fraglos zu den viel versprechendsten Talenten seines Landes. 2001 wurde er von der European Film Promotion zu Europas Shooting Stars gezählt. Im selben Jahr wurde er für seine Rolle in Tropfen auf heiße Steine (Gouttes d'eau sur pierres brûlantes, 1999) als Bester Nachwuchsschauspieler für den César nominiert. Weitere Nominierungen in derselben Kategorie folgten 2003 für Un moment de bonheur (2001) und 2005 für Changing Times (Les temps qui changent, 2005), wo er an der Seite von Catherine Deneuve und Gérard Depardieu unter der Regie von André Téchiné spielte. 2007 erhielt er den César für seine schauspielerische Leistung in Poison Friends (Les amitiés maléfiques, 2006).
FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2007 Jacquou le croquant, Regie: Laurent Boutonnat
2006 Vögel des Himmels (Les Oiseaux du ciel), Regie: Eliane de Latour
Le Grand Meaulnes, Regie: Jean-Daniel Verhaeghe
Poison Friends (Les Amitiés maléfiques), Regie: Emmanuel Bourdieu
2005 Looking or Cheyenne (Oublier Cheyenne), Regie: Valerie Minetto
Changing Times (Les temps qui changent), Regie: André Téchiné
2003 My Children Are Different (Mes enfants ne sont pas comme les autres), Regie: Denis Dercourt
2002 Almost Peaceful (Un monde presque paisible), Regie: Michel Deville
2001 Sa mère, la pute, Regie: Brigitte Roüan
Un moment de bonheur, Regie: Antoine Santana
1999 Tropfen auf heiße Steine (Gouttes d' eau sur pierres brulantes), Regie: François Ozon
1998 Offene Herzen (Les corps ouverts), Regie: Sébastien Lifshitz
Place Vendôme - Heiße Diamanten (Place Vendôme), Regie: Nicole Garcia
Hintetr der Kamera
Helma Sanders-BrahmsDrehbuch, Regie
Helma Sanders-Brahms wurde am 20.11.1940 in Emden geboren. Nach dem Abitur studierte sie zwei Jahre lang Schauspiel an der Niedersächsischen Hochschule für Musik und Theater in Hannover und anschließend von 1962 bis 1965 Theaterwissenschaft, Anglistik und Germanistik an der Universität Köln, welches sie mit Examen abschloss. Von 1965 bis 1973 war sie als Rundfunksprecherin und Fernsehansagerin beim WDR tätig und modelte für diverse Fotografen, darunter Charles Wilp und Charlotte March. 1967 absolvierte sie Hospitanzen bei Sergio Corbucci und Pier Paolo Pasolini (Medea) in Rom. Ab 1968 realisierte sie erste eigene Beiträge in den Regionalprogrammen des WDRs, darunter das einzig existierende, private Interview mit Ulrike Meinhof im Jahr 1969. Im selben Jahr entstand auch ihr erster Film Angelika Urban, Verkäuferin, verlobt, der zwei Preise beim Festival in Oberhausen erhielt.
FILMOGRAPHIE (Auswahl)
1996-2008 Geliebte Clara, mit Martina Gedeck, Pascal Greggory und Malik Zidi
1997 Mein Herz niemandem, mit Lena Stolze
- Internationale Filmfestspiele Berlin
1991 Apfelbäume
- Internationale Filmfestspiele Cannes (Un Certain Regard)
1986 Laputa, mit Janda und Sami Frey
- Preis für die Hauptdarsteller und Spezialpreis der Jury Montréal World Film Festival
- Internationale Filmfestspiele Cannes (Un Certain Regard)
1984 Flügel und Fesseln
- Filmfestival London und Tokyo
1981 Die Berührte (No Mercy no Future)
- Cannes Quinzaine und London British Film Institute Award
1980 Deutschland bleiche Mutter (Germany Pale Mother), mit Eva Mattes
- Großer Preis Créteil Paris
- Internationale Filmfestspiele Berlin 1980
- Publikumspreis Festival Sydney
- 72 Wochen bei Erstaufführung in Paris, 16 Wochen London, 18 Wochen Tokyo - lief in nahezu allen Ländern der Erde
- 1994 in New York zu einem der "Classics of Foreign Cinema" gewählt
- erste Wiederaufführung in Paris 1989 und zweite Wiederaufführung im November 2008
1977 Heinrich
- Goldene Schale als bester deutscher Spielfilm, Filmband in Gold für das Drehbuch
- Bester historischer Film Festival Santarem
- Internationale Filmfestspiele Cannes (Sektion les Yeux Fertiles) und San Sebastian
1975 Shirins Hochzeit
- Preis Fernsehspiel Baden-Baden
- FIPRESCI Preis Locarno (1976)
1974 Unter dem Pflaster ist der Strand (Under the Pavement is the Beach)
- Bundesfilmpreis für die Hauptdarsteller Heinrich Giskes und Grischa Huber
Helma Sanders-Brahms wurde 1998 mit dem Yasue Yamamoto Lifetime Achievement Award in Tokyo ausgezeichnet und erhielt 2005 den Europäischen Buchpreis Corine für die Texte zu der 17-teiligen Hörspielproduktion 1001 Nacht.
Integral Film
Integral Film wurde 1985 gegründet und entwickelt und realisiert vorrangig anspruchsvolle Kinofilmproduktionen, die häufig im Rahmen Europäischer Koproduktionen durchgeführt werden. Seit 1995 ist Alfred Hürmer der Geschäftsführende Gesellschafter. Die Integral Film GmbH hat ihren Sitz in Berg bei München.
FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2008 Mr. Nobody, Regie: Jaco Van Dormael
2007 I've Loved You So Long (Il y a longtemps que je t'aime), Regie: Philippe Claudel
- Internationale Filmfestspiele Berlin 2008, Wettbewerb
Das zweigeteilte Mädchen (La Fille coupée en deux), Regie: Claude Chabrol
2006 Ein Geheimnis (Un Secret), Regie: Claude Miller
Der Steinerne Kreis (Le Concile de Pierre), Regie: Guillaume Nicloux
- Internationales Filmfest Rom 2006, Wettbewerb
2005 Geheime Staatsaffären (L'Ivresse du Pouvoir), Regie: Claude Chabrol,
- Internationale Filmfestspiele Berlin 2006, Wettbewerb
OFFSET, Regie: Didi Danquart
- Internationales Filmfest Rom 2006
2004 Der Ringfinger (L`Annulaire), Regie: Diane Bertrand
20 Nächte und ein Regentag (20 Nuits et un Jour de Pluie), Regie: Lâm Lê
Die Brautjungfer (La Demoiselle d´honneur), Regie: Claude Chabrol
- Internationale Filmfestspiele Venedig 2004, Wettbewerb
Lucky Luke vs. The Daltons (Les Daltons), Regie: Philippe Haïm
2003 Atomik Circus - The Return of James Battle, Regie: Didier & Thierry Poirot
2001 TOSCA, Regie: Benoit Jacquot
- Internationale Filmfestspiele Venedig 2001, Wettbewerb außer Konkurrenz
Dream, Dream, Dream, Regie: Anne Alix
- Internationale Hofer Filmtage 2001
2000 Annas Sommer, Regie: Jeanine Meerapfel
- International Thessaloniki Film Festival 2001, Wettbewerb; Mar del Plata Film Fest 2002, Wettbewerb
1999 Late Show, Regie: Helmut Dietl
1997 Mann im Lift (Combat de Fauves), Regie Benoît Lamy
- Internationale Filmfestspiele Venedig 1997, Wettbewerb
1996 Rossini, Regie: Helmut Dietl
- Bundesfilmpreis in Gold und 3 weitere Bundesfilmpreise 1996; Bayerischer Filmpreis 1996
1995 Hey Stranger, Regie: Peter Woditsch
- Filmfestival Brüssel 1995, Wettbewerb; Internationale Hofer Filmtage 1995
1994 Treffpunkt Kronen-Bar (Historias del Kronen), Regie: Montxo Armendárix
- Internationale Filmfestspiele Cannes 1994, Wettbewerb
1993 Wiederkehr, Regie: Silvana Abrescia-Rath
- Internationales Filmfestival San Sebastián 1993, Wettbewerb
1992 Der Gorilla badet am Mittag, Regie: Dusan Makavejev
- Internationale Filmfestspiele Berlin 1992, Wettbewerb außer Konkurrenz; FIPRESCI Preis
1991 Verriegelte Zeit, Regie: Sybille Schönemann
- Bundesfilmpreis 1991
Biographischer Abriss
Clara Josephine Schumann, geborene Wieck* Geboren am 13. September 1819 in Leipzig als Tochter des Theologen und Musikpädagogen Friedrich Wieck und der Sängerin und Pianistin Mariane Tromlitz; Trennung der Eltern 1824
* Klavierstudium ab dem Alter von fünf Jahren sowie Improvisations- und Kompositionsunterricht
* Erster öffentlicher Auftritt mit zehn Jahren; Bekanntschaft mit Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Niccolò Paganini und Franz Liszt; Konzertreisen durch ganz Europa
* 1840 vor Gericht erzwungene Eheschließung gegen den Willen des Vaters mit dem neun Jahre älteren Robert Schumann, einem ehemaligen Klavierschüler Friedrich Wiecks, den sie bereits als Kind mit Zuneigung begegnete
* Neun Niederkünfte in dreizehn Jahren, wobei die Kinder größtenteils außer Haus erzogen wurden; zwischendurch vermehrte Konzerttätigkeit und internationale Tourneen, um die Familie zu ernähren
* 1850 Umzug nach Düsseldorf, wo Robert zum Städtischen Musikdirektor berufen wird
* 1853 Begegnung mit dem vierzehn Jahre jüngeren Komponisten Johannes Brahms, einem Bewunderer Robert Schumanns, der eine Zeitlang in ihrem Düsseldorfer Domizil wohnt und sie leidenschaftlich verehrt
* Tod des Ehemanns Robert Schumanns am 29. Juli 1856 nach zweijährigem Aufenthalt in der Nervenheilanstalt Endenich bei Bonn
* 1863 Umzug nach Baden-Baden; erfolgreiche Konzertreisen in zahlreiche Städte Deutschlands und Europas
* 1878 Berufung als "Erste Klavierlehrerin" an das neu gegründete Hoch`sche Konservatorium in Frankfurt am Main; Herausgabe der Werke und Schriften Robert Schumanns
* 1891 letzter Konzertauftritt
* 1896 Schlaganfall und Tod nach wenigen Monaten am 20. Mai im Alter von sechsundsiebzig Jahren
Robert Schumann
* Geboren am 8. Juni 1810 in Zwickau als Sohn des Buchhändlers und Verlegers August Schumann und seiner Ehefrau Christiane
* Mit sieben Jahren erster Klavierunterricht; 1828-30 Jurastudium in Leipzig und Heidelberg; weiterhin intensive Beschäftigung mit Musik: Klavierunterricht bei Friedrich Wieck sowie eigene musiktheoretische Studien anhand von Johann Sebastian Bachs "Das Wohltemperierte Klavier"
* Beendigung der Pianistenlaufbahn wegen Fingerzerrung; verstärkte Kompositionstätigkeit sowie Gründung der Neuen Zeitschrift für Musik 1834 (u.a. mit Friedrich Wieck)
* Sommer 1840 Promotion zum Dr. phil.
* 1840 Heirat mit Clara Wieck gegen den Willen ihres Vaters; im selben Jahr zahlreiche Liedkompositionen
* 1843 Berufung ans Leipziger Konservatorium dank Fürsprache Felix Mendelssohn Bartholdys; 1844 Chorleiter in Dresden; 1850 Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf
* 1854 Selbstmordversuch als vorläufiger Höhepunkt einer vermutlich durch Syphilis begründeten manisch-depressiven Erkrankung; Einlieferung in die Nervenheilanstalt Endenich bei Bonn
* 29. Juli 1856 Tod in Endenich im Alter von sechsundvierzig Jahren
Johannes Brahms
* Geboren am 7. Mai 1833 in Hamburg als Sohn eines aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Berufsmusikers
* Klavierunterricht ab dem Alter von sieben Jahren; erster öffentlicher Auftritt als Pianist drei Jahre später; Unterricht bei dem bekannten Musikpädagogen Eduard Marxsen
* 1853 "Kunstfahrt" mit dem ungarischen Geiger Eduard Remenyi; Begegnung in Hannover mit dem Geiger Joseph Joachim und in Weimar mit Franz Liszt; nach Ende der Reise verbringt er mehrere Wochen als Gast der Kölner Bankiersfamilie Deichmann in Mehlem bei Bonn, wo er sich auch mit dem Werk Schumanns vertraut macht, bevor er Ende September 1853 nach Düsseldorf abreist, um am 1. Oktober 1853 im Hause Schumann seine Aufwartung zu machen.
* 1856 Nach Robert Schumanns Beerdigung Aufbruch zu einer Sommerreise durch das Rheintal und in die Schweiz mit Clara Schumann
* Nach Rückkehr von der dritten gemeinsamen Rheinreise mit Clara Schumann und ihren jüngsten Kindern Anfang September 1857 nach Düsseldorf trennen sich die Wege von Clara Schumann und Johannes Brahms. Clara Schumann siedelt mit ihrer Familie nach Berlin über, Brahms geht nach Detmold.
* 1856 Wegzug aus Düsseldorf nach Tod Robert Schumanns und Schweiz-Reise mit Clara
* 1857 Hofpianist, Dirigent des Hofchors und Musiklehrer der Prinzessin in Detmold; Komposition des ersten Klavierkonzerts und zahlreicher Lieder; (später wieder aufgelöste) Verlobung mit Agathe von Siebold; Rückkehr nach Hamburg
* 1862 längere Konzerttätigkeit in Wien; anschließend Dirigent der Wiener Singakademie
* 1864 Begegnung mit Richard Wagner
* 1871 Umzug nach Karlsruhe; Dirigent am "Haus der Musikfreunde"; rege Kompositionstätigkeit sowie intensiver Briefwechsel mit Clara Schumann
* 1873 Uraufführung der "Haydn-Variationen" in Wien mit überwältigendem Erfolg; weitere Komponiertätigkeit auf Sylt
* 1876 erste Sinfonie; 1877 zweite Sinfonie
Finanzielle Unterstützung Clara Schumanns, aber auch anderer dank guten Einkommens als Komponist; diverse Reisen mit Theodor Billroth
* 1879 Ehrendoktorwürde der Universität Breslau; 1886 Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereins; 1889 Ehrenbürgerschaft der Stadt Hamburg
* 1893-1984 Tod der Freunde Hermine Spies, Theodor Billroth und Hans von Bülow
* 1896 Tod Clara Schumanns in Frankfurt und ihre Beerdigung in Bonn in Anwesenheit von Johannes Brahms, der danach bei Freunden auf Schloß Hagerhof seine letzten Tage im Rheinland verbringt. Brahms Leberkrebs bricht hervor
* 1897 Uraufführung der vierten Sinfonie im März
* 3. April 1897 Tod von Johannes Brahms in Wien im Alter von vierundsechzig Jahren
